Es gibt Reisen, die man antritt, um etwas zu sehen. Und es gibt Reisen, nach denen man versteht, dass man etwas wiedergefunden hat. Wer von Dresden aus über Görlitz in das Hirschberger Tal fährt und zum ersten Mal vor Schloss Wernersdorf steht, beschreibt den Moment oft mit denselben Worten: das Gefühl, schon einmal hier gewesen zu sein. Auch wenn es das erste Mal ist.
Das Riesengebirge liegt zweieinhalb Stunden hinter der Neiße. Schloss Wernersdorf - auf Polnisch Pałac Pakoszów - ist der Grund, warum man danach nicht mehr woanders übernachten möchte.
Schloss Wernersdorf - warum das Riesengebirge für Sachsen kein Ausland ist
Sachsen kennen das Riesengebirge. Nicht aus dem Reiseprospekt, sondern aus der Geschichte, aus Familienerzählungen, aus den Landschaftsbildern von Caspar David Friedrich, der hier wanderte und malte. Das Hirschberger Tal war jahrhundertelang ein gemeinsamer kultureller Raum: preußisch, schlesisch, sächsisch, böhmisch. Eine Kulturlandschaft, in der sich die besten Architekten und Landschaftsgestalter Preußens austoben durften.
Peter Joseph Lenné und Karl Friedrich Schinkel gestalteten hier Parks und Herrenhäuser. Friedrich Wilhelm III. kaufte 1832 gleich zwei Schlösser im Tal, um sich eine königliche Sommerresidenz einzurichten - und mit ihm kamen Hofstaat und Hochadel: Hohenzollern, Radziwills, Oranier. Die Gegend trug bald einen Namen, der alles sagt: das Schlesische Elysium.
Für Sachsen ist das Riesengebirge kein fremdes Land. Es ist eine andere Seite derselben Landschaft. Und Schloss Wernersdorf wartet dort auf sie - wie seit drei Jahrhunderten.
Schloss Wernersdorf - Geschichte, die man beim Frühstück spürt
Das Schloss wurde 1725 von Johann Martin Gottfried errichtet - Schwiegersohn des Hirschberger Leinenhändlers Christian Mentzel, einem der einflussreichsten Kaufleute Schlesiens seiner Zeit. Mentzel hatte Europa bereist, in Holland, England, Portugal und Spanien die Techniken des Leinenhandels erlernt und in Hirschberg ein Handelshaus aufgebaut, das Leinen in ganz Westeuropa vertrieb. Sein Schwiegersohn baute in Wernersdorf beides zugleich: eine Leinwandbleiche im Erdgeschoss und eine repräsentative Residenz im Obergeschoss. Geschäft und Eleganz unter einem Dach - das war das Modell der Hirschberger Handelsaristokratie.
In diesen Räumen war Friedrich der Große zu Gast, 1765 und 1777. John Quincy Adams, der spätere sechste Präsident der Vereinigten Staaten, besuchte das Schloss um 1800. Der Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock saß in denselben Salons, in denen heute das Frühstück serviert wird. Diese Besuche sind durch Archivquellen belegt und wurden bis 1945 als Andenken im Schloss bewahrt.
Die Familie Hess übernahm das Schloss 1771 und blieb bis 1945. Nach dem Krieg wurde die Anlage enteignet und diente unter anderem als Waisenhaus - ein Schicksal, das viele Schlösser im Hirschberger Tal teilten.
Was danach geschah, ist die eigentliche Geschichte. Hagen Hartmann, Enkel der letzten Bewohnerin, kaufte das verfallene Schloss zurück. Seine Mutter war 1945 als kleines Kind nach Westen geflüchtet. Fast zehn Jahre dauerte die Renovierung - behutsam, unter konservatorischer Begleitung, mit dem Ziel, die historische Substanz zu erhalten statt sie zu überschreiben. Am 1. April 2012 wurde Schloss Wernersdorf wieder eröffnet. Eine Familie kehrt zurück, ein Haus kehrt zurück. Das ist der Kern dieser Geschichte - und Sachsen, die mit der eigenen Geschichte von Herkunft und Rückkehr vertraut sind, verstehen ihn sofort.
Schloss Wernersdorf - Urlaub im Schloss, 2,5 Stunden von Dresden
Von Dresden über Görlitz und durch das Hirschberger Tal nach Piechowice - die Strecke beträgt knapp 230 Kilometer. Normalerweise zweieinhalb Stunden. Statt eines Autobahnkorridors durch flaches Land eine Fahrt, die mit jedem Kilometer schöner wird: die Neißebrücke in Görlitz, das erste Aufblitzen der Sudeten am Horizont, die Kurven der Landstraße durch Hirschberg.
Am Ende dieser Fahrt wartet ein Fünf-Sterne-Schlosshotel mit 19 Zimmern und Suiten, jedes mit eigenem Charakter. Barockdecken, historische Proportionen, Blick auf den Park oder auf die Silhouette der Schneekoppe. Das alles zu Preisen, die in vergleichbaren deutschen Schlosshotels schlicht nicht möglich wären. Das aktuelle Aufenthaltsangebot finden Sie auf der Website des Schlosses.
Der wertvollste Raum des Hauses ist der Kachelraum im Nordflügel. Rund 1000 handbemalte Delfter Kacheln aus den Jahren 1710 bis 1720 bedecken die Wände - jede einzeln angefertigt, jede einmalig. Sie überlebten Kriege, Enteignung und Jahrzehnte des Sozialismus. Heute ist dieser Raum für Verlobungen, Jubiläen und private Abende reserviert - für eine Gruppe zur Zeit.
Das Hirschberger Tal - Tal der Schlösser und Gärten rund um Schloss Wernersdorf
Wer in Schloss Wernersdorf übernachtet, schläft am Eingang einer der dichtesten Schlosslandschaften Europas. Das Hirschberger Tal besitzt eine Konzentration von Schlössern, Herrenhäusern und Parks, die auf dem Kontinent ihresgleichen sucht - rund 30 historische Objekte auf 100 Quadratkilometern.
Burg Kynast, die mittelalterliche Piastenburg über dem Höllengrund, liegt in Sichtweite des Schlosses und bietet eine der großartigsten Panoramen des Riesengebirges. Schloss Lomnitz, 1991 von den Nachfahren der alten Eigentümer zurückgekauft und behutsam restauriert, ist heute Kulturzentrum und Hotel zugleich - mit einem Park nach Plänen von Peter Joseph Lenné. Die Wang-Kirche in Krummhübel/Karpacz, eine norwegische Stabholzkirche aus dem 12. Jahrhundert, wurde von Friederike von Reden Stück für Stück ins Riesengebirge transportiert und 1844 hier aufgestellt - ohne einen einzigen Nagel in der gesamten Konstruktion.
Sachsen, die Schloss Wernersdorf besuchen, entdecken das Tal meist am zweiten Tag. Und verstehen dann, warum ein Wochenende hier nie genug Zeit ist.
Urlaub im Riesengebirge - Schloss Wernersdorf als perfekte Basis für Sachsen
Das Schloss liegt am westlichen Eingang zum Hirschberger Tal - keine fünf Minuten Fahrt von Schreiberhau/Szklarska Poręba, zwanzig Minuten vom Nationalpark. Die Schneekoppe ist als Tagesausflug erreichbar: mit dem Auto bis zum Parkplatz in Krummhübel, dann zu Fuß oder per Sessellift.
Sachsen kennen das Riesengebirge oft schon von früheren Reisen. Vom Schloss Wernersdorf aus sieht es noch einmal anders aus. Morgens Frühstück im Barockschloss mit Blick auf den Park, mittags auf dem Gipfelplateau der Schneekoppe auf 1603 Metern, abends zurück in historische Gemäuer mit Gourmetküche in der Restauracja Stara Bielarnia - der ehemaligen Leinwandbleiche, heute Restaurant mit Terrasse am Teich.
Die Wanderwege des Karkonoski Park Narodowy beginnen praktisch vor der Tür: der klassische Weg zum Kamieńczyk-Wasserfall, die Route auf die Szrenica mit weitem Blick über Böhmen und Sachsen, ruhige Talwege entlang des Zacken. Für Radfahrer steht das Riesengebirgische Radwegenetz mit gut ausgebauten Strecken durch das Tal bereit. Jede Jahreszeit hat hier ihre eigene Sprache.
Urlaub in den polnischen Bergen - was Sachsen in Schloss Wernersdorf finden
Fünf-Sterne-Standard in historischen Mauern, Gourmetküche, ein Wellnessbereich mit Pool und Sauna sowie 19 individuell eingerichtete Zimmer - das ist das Angebot auf dem Papier. Sachsen, die einmal hier waren, erzählen jedoch von anderen Dingen: von der Stille im Park am frühen Morgen, vom Licht, das durch die alten Fenster fällt, vom Gefühl, in einem Haus zu übernachten, das ein Leben hat.
Urlaub in Polen klang lange nach einem Schnäppchen. In Schloss Wernersdorf stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis tatsächlich - doch darum geht es hier kaum. Worauf es ankommt: Für das Budget eines guten deutschen Wellnesshotels verbringt man die Nacht in einem echten Barockschloss, durch dessen Säle Friedrich der Große ging. Wer das einmal erlebt hat, vergleicht nicht mehr länger Sterne und Preise, sondern erinnert sich an einen Ort. Genau diese Erinnerung bringt die Gäste zurück.
Schloss Wernersdorf - warum sächsische Gäste immer wiederkommen
Es lässt sich schwer erklären und leicht verstehen, sobald man einmal dort war. Schloss Wernersdorf erzeugt eine eigentümliche Bindung. Gäste kommen einmal - und buchen beim Abreisen direkt den nächsten Aufenthalt. Manchmal für dasselbe Zimmer, manchmal für eine andere Jahreszeit, weil sie gesehen haben, wie sich der Park im Herbst verändert.
Ein Teil dieser Bindung hat mit Geschichte zu tun. Sachsen kommen ins Riesengebirge nicht als Fremde. Die Landschaft, die Namen, die Kirchen, die Schlösser - all das gehört zu einem gemeinsamen Kulturerbe, das durch eine Staatsgrenze getrennt, aber nie wirklich unterbrochen wurde. Schloss Wernersdorf ist der Ort, an dem dieses Erbe gelebt wird: als Gasthaus, nicht als Museum.
Auch die Geschichte der Familie Hartmann berührt viele deutsche Gäste unmittelbar. Eine Familie kehrt zurück, restauriert das Haus ihrer Vorfahren, führt es mit Herzblut - und wird dabei von der polnischen Nachbarschaft herzlich aufgenommen. Dieser Grundton prägt das ganze Haus.
Hotel Riesengebirge für Gruppen und Konferenzen aus Sachsen
Der Barockfestsaal mit seinen allegorischen Deckengemälden fasst bis zu 80 Personen, das Restaurant bietet Platz für 100 Gäste. Dazu kommen kleinere Salons und die Bibliothek - Details und Angebote für Tagungen und Firmenveranstaltungen sind auf der Website verfügbar.
Sächsische Unternehmen, die Schloss Wernersdorf für Tagungen wählen, wählen zugleich zweieinhalb Stunden Entfernung, drei Jahrhunderte Geschichte und eine Gourmetküche als Rahmen ihrer Veranstaltung. Das bleibt in Erinnerung - bei den Teilnehmern, nicht nur beim Veranstalter.
Urlaub im Schloss Wernersdorf buchen - so planen Sachsen ihren Aufenthalt
Schloss Wernersdorf wartet auf Sachsen - wie immer, wie seit Jahrhunderten. Zweieinhalb Stunden von Dresden, ein Barockschloss seit 1725, das Riesengebirge vor der Tür und eine Geschichte, die man beim Frühstück spürt.
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FAQ - Schloss Wernersdorf für Gäste aus Sachsen
Wie weit ist Schloss Wernersdorf von Dresden und Sachsen entfernt?
Schloss Wernersdorf liegt ca. 2,5 Stunden von Dresden entfernt - über Görlitz und durch das malerische Hirschberger Tal. Für Sachsen ist das einer der kürzesten Wege zu einem echten Fünf-Sterne-Schlossurlaub in historischen Gemäuern.
Was macht Urlaub im Schloss Wernersdorf besonders für Gäste aus Sachsen?
Sachsen kennen das Riesengebirge - und Schloss Wernersdorf gibt ihnen einen Grund, länger zu bleiben. Fünf-Sterne-Standard in einem Barockschloss von 1725, Delfter Kacheln aus dem frühen 18. Jahrhundert, Gourmetküche und Blick auf die Schneekoppe - zu Preisen, die in Deutschland für vergleichbare Schlosshotels nicht möglich wären. Dazu eine Geschichte, die Sachsen und Schlesien verbindet: eine deutsche Familie, die ihr Erbe zurückgekauft und restauriert hat.
Welche Wandermöglichkeiten bietet Schloss Wernersdorf im Riesengebirge?
Das Schloss liegt am Rand des Karkonoski-Nationalparks mit direktem Zugang zu markierten Wanderwegen. Der Kamieńczyk-Wasserfall, die Route auf die Szrenica und ruhige Talwege durch das Hirschberger Tal sind als Tagestouren erreichbar. Die Schneekoppe ist per Auto und Sessellift in etwa einer Stunde zu erreichen. Aktuelle Wegbedingungen vor Reiseantritt prüfen.
Kann man Schloss Wernersdorf für Urlaub in Polen mit Schlosshotel-Standard buchen?
Ja - Schloss Wernersdorf ist ein echtes Fünf-Sterne-Schlosshotel in Polen, das deutschen Gästen aus Sachsen sowohl Luxus als auch die Nähe zum Riesengebirge bietet. Die Direktbuchung über die Website garantiert die besten verfügbaren Preise.
Was sollte man rund um Schloss Wernersdorf in der Region besuchen?
Das Hirschberger Tal bietet Burg Kynast in Sichtweite des Schlosses, Schloss Lomnitz mit seinem Park nach Lenné-Plänen, die Wang-Kirche in Krummhübel/Karpacz - eine der ältesten Stabholzkirchen Europas - sowie Hirschberg/Jelenia Góra mit seiner barocken Altstadt. Öffnungszeiten und aktuelle Details vor Ort prüfen.
Gibt es Konferenzmöglichkeiten in Schloss Wernersdorf für sächsische Unternehmen?
Ja - Schloss Wernersdorf bietet einen barocken Festsaal für bis zu 80 Personen, ein Restaurant für 100 Personen sowie kleinere Salons und eine Bibliothek. Ideal für sächsische Unternehmen, die ein besonderes Umfeld für Tagungen und Events suchen. Details der Konferenzausstattung mit dem Hotel direkt klären.






